Mammographie (Röntgenuntersuchung der Brust)
Brustkrebs ist mit mehr als 57.000 Neuerkrankungen im Jahr noch immer die
häufigste Krebserkrankung bei Frauen.
Die Mammographie ist eine weitgehend
unschädliche Methode, um Brustkrebs frühzeitig zu erkennen und ist neben der
Kernspintomografie und der Sonografie das wichtigste Verfahren diesen Tumor in
einem frühen Stadium nachzuweisen, in dem er beispielsweise noch nicht tastbar
ist. Da Brustkrebs in frühen Stadien heute heilbar ist, ist es wichtig,
Brustkrebs so früh wie möglich zu entdecken.
Die für eine gute Mammographie erforderliche
Strahlendosis ist durch technische Neuerungen in den letzten 10 Jahren erheblich
zurückgegangen. Sie beträgt heute nur noch ca. 5% der Dosis, die in den 60er
Jahren benötigt wurde. In unserer Praxis wird die Untersuchung in digitaler
Technik durchgeführt. Dadurch ist die angewandte Strahlendosis nochmals um etwa
25 % vermindert.
Allen Vorbehalten gegenüber der
Strahlenbelastung zum Trotz sollte nie vergessen werden, dass die Gefahr,
Brustkrebs in circa 20 Jahren durch eine Mammographie möglicherweise auszulösen
erheblich geringer ist als die, einen heilbaren Brustkrebs im frühen Stadium
ohne Mammographie zu übersehen .
Der Mammograph

Die Untersuchung
Der Beginn des Zyklus, das heißt nach
Beendigung der Regelblutung, ist der beste Zeitpunkt für eine Mammographie, weil
in dieser Zeit der Flüssigkeitsgehalt der Brust am niedrigsten und die Brust am
wenigsten druckempfindlich ist. Für die Untersuchung wird die Brust zwischen
zwei strahlendurchlässigen Kunststoffscheiben möglichst flach zusammengedrückt.
Dies kann bei empfindlichen Brüsten manchmal schmerzhaft sein, vermindert aber
die Strahlendosis und verbessert die Bildqualität. Sie können unbesorgt sein,
wir geben uns allergrößte Mühe, die Untersuchung so schonend wie möglich
durchzuführen.
Von jeder Brust werden in der Regel zwei
Aufnahmen aus unterschiedlichen Blickwinkeln angefertigt. Es entstehen dadurch
zweidimensionale Bilder von den einzelnen Geweben der Brust, also von Fett-,
Binde- und Drüsengewebe, so dass auch kleinste Veränderungen und Verkalkungen
sichtbar werden.
Wird bei der jährlichen Krebsvorsorge (Abtasten
der Brust durch Ihre/n Frauenärztin/arzt) kein auffälliger Befund
festgestellt, bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen vor dem 50. Lebensjahr
keine weiteren Untersuchungen mehr. Das bedeutet, die Kosten für die
Mammographie (Röntgenuntersuchung der Brust) und Ultraschall als Krebsvorsorge
werden nicht mehr übernommen. Zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr ist die
Mammographie als Vorsorgeuntersuchung Screening) kostenlos. Zur Teilnahme werden
Sie gesondert eingeladen.
Im Rahmen der Vorsorge können wir die
Mammographie bei Frauen außerhalb der Altersgrenzen auch ohne Tastbefund als
IGeL-Leistung (individuelle Gesundheitsleistung) durchführen. Die Gebühr richtet
sich nach der ärztlichen Gebührenordnung, die genauen Kosten erfahren Sie von
unserem Praxisteam.
Es gibt zur Zeit keine gleichwertige
alternative Untersuchungsmethode zur Mammographie als Vorsorge vor Brustkrebs
Wenn Sie noch Fragen haben oder weitere
Informationen wünschen, kommen Sie in unsere Praxis oder rufen Sie uns an, wir
werden Ihre Fragen gerne beantworten. |